Gedanken | Thoughts




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Ernst Koller 3D Art Capsule Object "Brain"

Der berühmte englische Mathematiker Alan Turing hatte den Anspruch menschliche Intelligenz zu simulieren. Mittlerweile ist man am Boden der Tatsachen angelangt. Im Gehirn (Lokalisation der Funktionen an der Großhirnrinde nach Kleist) befinden sich ungefähr 1011 Nervenzellen und jede dieser Zellen kann von 10000 anderen Zellen Informationen erhalten. Diese gigantische Menge an Nervenzellen und Verknüpfungen kann in nächster Zeit nicht auf einem Computer  werden.

Frage an Alan Turing:
"Kann eine Maschine gebaut werden, die von einem Beobachter in ihrem Verhalten nicht mehr von einem Menschen unterschieden werden kann?"
Antwort von Alan Turing:

"Da wir nicht wissen, wie Menschen denken, halte ich auch die Frage, ob Maschinen denken, für akademisch."

Zitat

KI-Forscher Hugo de Garis: Mein Traum ist, sogenannte "Artilects" - künstliche Intellekte - zu schaffen, deren geistige Kapazitäten ein Vielfaches der menschlichen betragen. Die Größe dieser Systeme wird schließlich auf die von Molekülen sinken, was ein Bit pro Atom bedeutet. Diese High - Function - Systems werden aber immer noch viele Bits bzw. Atome brauchen, und die gewaltigen Ansammlungen ergeben dann ein Problem bei der Ableitung der Wärme.

Zitat

Ich glaube, dass das Geschehen im Gehirn einem Spiel gleicht - einige Teile stimulieren andere, die darauf reagieren und so weiter... Ins Bewußtsein dringt lediglich eine Art Zusammenfassung des gerade ablaufenden Prozesses, die ihrerseits wahrscheinlich aus vielen gleichzeitig aufeinander einwirkenden Komponenten besteht. Offenkundig läßt sich nur die eindimensionale Kette von Syllogismen (logische Grundoperationen, bei denen in drei Schritten aus zwei Prämissen eine neue Aussage abgeleitet wird), aus denen das Denken besteht, verbal oder schriftlich mitteilen... Wenn ich jedoch etwas Neues oder Orginelles tun möchte, so helfen syllogistische Ketten nicht viel weiter. Als Kind spürte ich, dass die Aufgabe des Reims in der Poesie darin bestand, durch die Notwendigkeit eines Reimwortes etwas Unerwartetes hervorzubringen. Der Reim zwingt so zu neuen Assoziationen und führt fast mit Sicherheit weg von den logischen Ketten und eingefahrenen Geleisen des Denkens. Paradoxerweise wird er dadurch zu einer Art automatischen Mechanismus für Originalität... Und was wir als Talent oder vielleicht als Genie bezeichnen, beruht zu Großteil auf der Fähigkeit, sein Gedächtnis richtig zu benutzen und jene Analogien zu finden..., (die) wichtig für das Entwickeln neuer Ideen sind.

Stanislaw M. Ulam, "Adventures of a Mathematician", 1976

Zitat

Meine Hypothese ist also, dass das Denken die Realität modelliert oder ihr entspricht - dass sein wesentliches Merkmal nicht "der Geist", "das Selbst", "Sinnesdaten" und auch nicht Propositionen sind, sondern Symbole, und dass diese Symbole weitgehend von derselben Art sind wie jene, die wir von mechanischen Maschinen kennen, die beim Denken und Rechnen helfen...
... Wenn der Organismus ein "verkleinertes Modell" von der äußeren Realität und von seinen eigenen möglichen Handlungen in seinem Kopf hat, dann ist er in der Lage, verschiedenen Alternativen auszuprobieren, festzustellen, welche die beste davon ist, auf künftige Situationen zu reagieren, bevor sie eintreten, in der Auseinandersetzung mit Gegenwart und Zukunft das Wissen von früheren Ereignissen zu nutzen und auf die unvorhergesehenen Ereignisse, die auf ihn zukommen, in jeder Beziehung umfassender, sicherer und kompetenter zu reagieren.

Kenneth Craik

Zitat

Um Turings Modell des "Gehirns" verstehen zu können, mußte man eingesehen haben, daß er Physik und Chemie einschließlich des ganzen Streits über die Quantenmechanik (...) als im Grunde unerheblich betrachtete. Physik und Chemie waren in seinen Augen nur insofern von Bedeutung, als sie das Medium aufrechterhielten, in dem diskrete "Zustände", "Lesen" und "Schreiben", verkörpert sind. Im Grunde kam es nur auf die logische Struktur dieser Zustände an. Die Behauptung lautete: Was immer ein Gehirn tut, das tut es aufgrund seiner Struktur als ein logisches System - und nicht, weil es in jemandes Kopf steckt oder weil es ein schwammiges Gewebe ist, das aus einer bestimmten Art biologischer Zellbildung besteht. Und wenn dies zutraf, dann konnte seine logische Struktur ebensogut in einem anderen Medium dargestellt, durch eine andere physikalische Maschinerie verkörpert werden. Es war eine materialistische Auffassung des Geistes, die aber nicht, wie es so oft geschah, logische Strukturen und Beziehungen mit physischen Substanzen und Dingen verwechselte.

Alan Hodges

Zitat

One common image of the Self suggests that every mind contains some sort of Voyeur-Puppeteer inside - to feel and want and choose for us the things that we feel, want, and choose. But if we had those kinds of Selves, what would be the use of having Minds? And, on the other hand, if Minds could do such things themselves, why have Selves? Is this concept of a Self of any real use at all? It is indeed - provided that we think of it not as a centralized and all-powerfull entity, but as a society of ideas that include both our images of what the mind is and our ideals about what it ought to be.

Marvin Minsky

Zitat

Man soll nie einen Computer entwerfen, der nicht von einem Kind verstanden werden kann.

Künstliche Intelligenz ist ein großes Wort. Ich würde statt dessen von 'flexibler Kompetenz' sprechen, weil die Systeme wesentlich kompetenter werden. Ich halte es hier mit Marvin Minski der sagte:"Die leichten Dinge, die Menschen machen, sind schwer für Computer, die schweren Dinge, die ein Mensch machen muß, sind für einen Computer einfach."

Alan Kay

Simulation

Es ist nicht möglich, Sie oder mich mit einem System zu simulieren, das weniger komplex ist als Sie oder ich. Die Produkte, die wir hervorbringen, können als eine Simulation aufgefasst werden, und wenn sie auch in einer Weise überdauern können, die unserem Körper nicht beschieden ist, so können sie doch niemals den Reichtum, die Komplexität oder die innerste Absicht ihres Schöpfers erfassen. Beethoven bemerkte einmal, dass die Musik, die er geschrieben habe, nichts sei im Vergleich zu jener, die er gehört habe.

Heinz Pagels (1939-1988)

Die Katze Arabella und ihre Bewegungsprogramme

Auf X folgt Y - vielleicht auch Z. Y ruft vielleicht X und Z auf. Bewusster Aufruf?

Entscheidet sich die Katze bewusst für das eine oder andere Programm?

Komplizierte Bewegungen, etwa das Fellpflege-Bewegungsprogramm oder das Nahrungserwerb-Bewegungsprogramm der Katze, sind durch einen Roboter nur schwer zu realisieren. Bei unserer Katze Arabella geht eine Bewegung nahtlos in eine andere Bewegung über, ohne dass man das Ende oder den Anfang der anderen Bewegung erkennen kann. Die Unterdrückung von ruckartigen Bewegungen von Robotern, sind in komplizierten Simulationen schwer realisierbar.

NO-Control Robot simuliert das Escherichia coli-Bakterium

Der Zufall sorgt für die Nahrungsaufnahme

Der Biologe D.E. Koshland hat dieses Bakterium untersucht und seine Struktur erforscht. Bei der Beobachtung dieses Bakteriums könnte man zur Ansicht gelangen, dass es seinen Kurs (Nahrungssuche und Aufnahme) aufgrund rationaler Entscheidungen bestimmt. Doch E. coli hat keine Repräsentation, kein Gedächtnis und kein Geistesleben für Entscheidungen.

   

 

Einsatzgebiete von neuronalen Netzwerken

Bildverarbeitung

Medizin
Werkstückerkennung

Verkehrstechnik

Hinderniserkennung

Sprachverarbeitung

Signalverarbeitung

Medizin (EEG, EKG)
Radartechnik
Sonardaten

Robotik

Chip Design

Neuronale Platzierungsalgorithmen